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Baulicher Holzschutz

Werden die folgenden Arbeitsschritte fachmännisch ausgeführt, ist  chemischer Holzschutz vollkommen entbehrlich.
Bauholz unter 20% Holzfeuchte kann als "trocken" bezeichnet werden.


 
Vorauswahl im Wald
Es wird nur gesundes, gerade gewachsenes Holz ausgesucht.

Nur im Winter ist der richtige Einschlag-Zeitraum
Im Winter ist die Nährstoffzufuhr in den Stamm unterbrochen. Holzschädlinge finden somit keine Nahrung. Der optimale Fällzeitraum liegt je Holzart zwischen November und März.

Sachgemässe Lagerung im Wald
Das geschlagende Holz wird - möglichst von Hand - entrindet und auf Luftpoltern zwischengelagert.

Einschnitt im Sägewerk je nach Holzart von Anfang April bis Juni
Das Holz wird zu Brettern oder Kantholz geschnitten.

Lufttrocknung auf dem Lagerplatz
Nadelholz sollte ein bis zwei Jahre trocknen, Laubholz sogar vier bis acht Jahre.


Kontruktiver Holzschutz bei der baulichen Verwendung
  • Wetterschutz
    Ziel des Wetterschutzes ist es, Niederschläge so weit wie möglich vom Holz fernzuhalten oder wenn dies nicht zu erreichen ist, ein schnelles Ableiten des Wassers von den Holzteilen ohne Beeinträchtigung der Konstruktion zu verhindern.
      
  • Tauwasserschutz
    Raumumschliessende Aussenbauteile sind gegen einen unzulässig grossen Tauwasserausfall des in der Raumluft enthaltenen Wasserdampfes zu schützen.
    Da sich der Wasserdampf an der kältesten Stelle im Raum ablagert, ist auf eine optimale Dämmung zu achten. Die Fassadenkonstruktion ist vollkommen winddicht auszuführen, wobei insbesondere auf Anschlüsse und Durchdringungen zu achten ist.
       
  • Schutz gegen Feuchteleitung
    Der Feuchtegehalt des Holzes darf sich nicht durch Kontakt mit anderen, feuchten Stoffen unzulässig erhöhen. Dies könnte z.B durch Berührung mit massiven Konstruktionen, wie Mauerwerk oder Beton geschehen. Ein direkter Kontakt von Holz mit Erdreich ist auf jeden Fall zu vermeiden.